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vielen der allgemeinen auf der 52. Berlinale gezeigten Filme handelt
es sich um ein Thema das man "Verantwortung" für die Vergangenheit
oder vielleicht gar Vergangenheitsbewältigung nennen könnte. Darunter:
Amen: Der Stellvertreter: (Deutschland); Bloody Sunday;
(Großbritannien), Laissez-passer; (Frankreich); Los Ninos
de Rusia; (Dokfilm - Spanien/Russland); Taking Sides
(Deutschland); In Toten Winkel, (Dokfilm, Deutschland);
Under Clouds und One Night One Moon. (beide Australien).
Alle diese Filme sind - aus unterschiedlichen Gründen - sehenswürdig.

Interessantes
bei der Berlinale - 2002
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SPIELFILME
Amen: Der Stellvertreter
Bloody Sunday
Der Passierschein
Taking Sides
Unter Wolken
Bridget
Gosford Park
Heaven
Iris
Food of Love
Monster's Ball
One Night the Moon
Walking on Water
Molitiva Za Hetmann Mazepa
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DOKFILME
All
about my father
Im Toten Winkel - Hitlers Secretärin
Kriegerin des Lichtes
Jang Aur Aman
Friends in High Places
The Laramie Project
Los Ninos de Rusia
Ruth & Connie
Tunten lügen nicht
Venus Boyz
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SPIELFILME
Amen: Der Stellvertreter
Obwohl ein Spielfilm dramatisiert Amen
das Verhalten der katholischen Kirche, insbesonders das des damaligen
Papstes Pius XII, gegenüber den Nazis und ihren Greueltaten in den
Konzentrationslagern, wie z.B. Auschwitz. Er basiert teilweise
auf einer wahren Geschichte: Kurt Gerstein, Katholik, SS-Offizier
und Chemiker, verantwortlich für die Zyklon-B Erzeugung, wird mit
Stolz von Kollegen gezeigt, wie Menschen in den Gaskammern sterben,.
Er versuchte, die katholische Kirche zu alarmieren und zu erreichen,
dass der Papst es verurteilt, sowie die Welt von der Barbarei zu
informieren, erfolglos.
Obwohl der Film von verschiedenen Kritiker
schlecht gemacht wurde - einschließlich einem Priest bei der Pressekonferenz
- es ist, - glaube ich, ein Film, der eher versucht, das Unglaubhafte
verständlich zu machen als ein schlechter Film - und das alte Thema
ist immer aktuelle. Wie Rolf Hochhuth, der Autor des Theaterstucks,
auf dem der Film basiert, sagt, das Motiv vom "Wegschauen"
ist sehr aktuelle
Bloody Sunday
30. Januar 1972. Derry. Nordirland.
13 unbewaffnete Menschen sterben, von der Britischen Armee erschossen
während eines Protestmarsches gegen Internierung ohne Prozesse.
Ein Vorgehen, das vielleicht in Diktaturen verständlich ist, aber
in jedes zivilisierte Land, das von sich behauptet, dass bei ihnen
das Gesetz herrscht, sollte solch einen Angriff auf die Menschenrechte
ablehnen, nicht zu letzt angesichts das 30 Jahre später der Staub
der Bomben und Sozialunruhen wegen realer oder geglaubtes Ungerechtigkeiten
noch nicht verzogen hat. Der Film ist, ausgezeichnet mit einem Goldenen
Bären, - aufregend und anstrengend anzuschauen - teilweise durch
übertriebene Kameraschwenks und Nachahmung von Nachrichtenfilm Techniken,
aber vielleicht wollt Regisseur Paul Greengrass genau das erreichen.
Der Passierschein (Laissez-passer)
Paris 1942, ein Filmregieassistent,
gespielt von Jacques Gamblin, (wohlverdient mit dem Goldenen Bären
für den besten Darsteller ausgezeichnet), sieht eine Chance, seine
Arbeit bei der französischen Résistance zu leisten, indem er einen
Job bei einer deutsche Film- Gesellschaft annimmt. Es ist keine
leichte Entscheidung. Der Film behandelt die Problematik Verantwortung
gegenüber dem Land, der Familie und der eigenen Seele. Durchaus
sehenswürdig, zeigt der Film die Schwierigkeiten unter Diktaturen
und Besatzungen zu leben und Entscheidungen zu treffen.
Taking Sides
Noch einmal geht es um Verantwortung
- das eines grossen Dirigent, Wilhelm Furtwängler, der im Gegensatz
zu vielen anderen Künstlern 1933 - 45 in Deutschland geblieben ist
- und sich dabei von den Naziherrschern hat benutzen lassen. Der
US-Offizier Steve Arnold, (sehr gut dargestellt von Harvey Keitel),
der nach 1945 beauftragt wurde, im Fall Furtwängler zu recherchieren,
ist eigentlich ein intellektueller Blindgänger. An Furtwängler soll
ein Exempel statuiert werden. Arnold benutz buchstäblich jeden Trick
um Furtwängler dazu zu verleiten, sich zu verraten. Obwohl ein grosser
Teil der Handlung in Arnold's Büro spielt, gibt es keinen langweiligen
Moment. Ich bekam den Eindruck, dass der Film erfolgreich auf den
Drahtseil zwischen für und gegen Furtwängler balanciert. Die Entscheidung,
mit einem bestimmten politischen Regime zu arbeiten, es abzulehnen
oder zu fluchten, muss auf humanitär-politischen Prinzipien getroffen
werden, aber sie wird immer kontrovers sein, da sie von einem einzelnen
getroffen werden, über dessen Motive man immer streiten kann.
Unter Wolken (Beneath Clouds)
Kein preisgekrönter, aber doch ein gut
anzusehender, Road-Movie. Ein Teenager sucht ihren Vater und trifft
auf der Landstrasse einen Jungen, - der sich gerade bei einem Versuch,
seine Mutter vor deren Tod zu besuchen, aus dem Gefängnis "entlassen"
hat. Er gehört zu den Ureinwohner Australiens. Dabei erfahren die
beiden die Brutalität zwischen den Ureinwohnern und die "Europäern"
und der Polizei.
Bridget
Ich war von diesem neuesten Film von
Amos Kollek etwas enttäuscht. Es geht um die Bemühungen einer
Mutter (Bridget) das Sorgerecht für den ihr ungerechterweise weggenommen
Sohn wieder zu erlangen. Überzeugt das die Lösung aller ihrer Probleme
Geld ist, - und nicht ihre Abgleiten auf der Sozialskala nach dem
Tod ihres Mannes - geht sie eine ungewöhnliche Ehe mit dem zurückgebliebenen
Sohn eines reichen Mannes ein und lässt sich auch mit dem Drogenhandel
ein.
Gosford Park
ein bedachter Blick auf die Welt der
englischen Aristokraten der 1920'er Jahren, die Rangfolgen der Deiner
und Dienerinnen - und die Beziehungen zwischen ihnen und ihren Herrschaften.
Diese Welt wird in keiner Weise erschüttet, als mitten in einer
Jagdpartei ein Mord entdeckt wird. Ein schönes Miniatur-Porträt
eines inkompetenten englischen Detektivs von Stephen Fry. Ein "Wer-hat-es-getan"
-Film der mehr davon abhängt Atmosphäre zu schaffen und Charakteren
zu zeigen, als eine großartige Handlung zu zeigen.
Heaven (Himmel)
Der Regisseur hat es gewagt, ein Problem
von höchster Brisanz anzugehen, und zwar, ob es nicht doch manchmal
eine Rechtfertigung für eine terroristische Aktion gibt. Eine englische
Lehrerin in Italien hält es nicht länger aus - nach mehrer Versuchen
von der Polizei Hilfe zu bekommen, - mitanzusehen, wie das Leben
ihrer Schüler durch den Drogeneinnahme gefährdet wird. Sie versucht,
den Chef der Drogenmafia in Turin durch eine Bombe zu ermorden.
Es misslingt, und vier Unschuldige sterben. Sie wird festgenommen,
aber zum Glück verliebt sich der junge Carabinieri, der als Übersetzer
fungiert, in sie, hilft ihr zu fliehen und geht mit. Eine interessante
Idee, die in manchen Stellen die Glaubwürdigkeit strapaziert, besonders
am "non-Ende".
Iris
ist nicht als ein Biographie der bekannten
britischen Romanschriftstellerin Iris Murdoch gedacht, ehe als Porträt
des Untergangs einer Philosophin und intelligenten Frau in die Leere
des Alzheimer- Krankheit. Ein sehr guter Film - allerdings nicht
wenn man schon durch das Wetter o.ä. deprimiert ist. Judy Dench
spielt die ältere Murdoch, und in gut eingesetzte Ruckblenden wird
die Traurigkeit des Untergangs im Kontrast mit der lebhaften jungen
Murdoch, gespielt durch Kate Winslet, betont.
Food of Love
basiert auf dem Roman "The Page Turner" von David Leavitt.
Dieser neueste Film von Ventura Pons - obwohl nicht beindrückend
- war einer der Zufriedenstellendesten Filme der Berlinale 2002.
Ein junger Pianist, Paul, und ein älterer Konzert-Pianist verlieben
sich. Die Handlung dreht um Pauls Erwachsend werden, seine Beziehungen
zu seiner Mutter, und ältere/jüngere Liebesbeziehungen. Am Ende
muss Paul die Realität anerkennen.
Monster's Ball
Eine interessante Idee, die aber, trotz
des Lobes aus bestimmten Ecken -, einen alten Skeptiker nicht überzeugen
konnte. Hank Grotowski ist wie sein Vater Gefängniswärter und Rassist.
Hank arbeitet mit seinem Sohn, Sonny, im Todestrakt, und während
des Probelaufs für eine Hinrichtung kann Sonny nicht weiter mitmachen.
Vater und Sohn geraten in grossen Streit, und Sonny erschiesst sich.
Der Vater durchlauft eine "Saulus zu Paulus" Transformation
-und beginnt bald danach eine Liebesaffäre mit der Frau eines Hingerichteten.
Für mich war die Transformation nicht überzeugend - obwohl das mit
einem leicht geränderten Drehbuch möglich gewesen wäre. Trotzdem
lohnt es sich, diesen Film anzusehen, auch wegen der Darstellerin
Halle Berry, die Leticia Musgrove spielt und einen Goldenen Bären
erhielt.
One Night the Moon
Ein spannendes Experiment der Filmemacher
in Zusammenarbeit mit Australische Oper. Die haben ein wahre Geschichte
der Verschwinden auf ein abgelegenes Farm eines Kindes aus ihrem
Bett in der Nacht als ein modern Music-Film produziert. Die Musik
ist von einer Komponist Deutsch-Ureinwohner Abstammung.
Das Kind stirbt da der Vater weigert
einen Polizist der Spurensucher ist, und ein Ureinwohner, auf sein
Land zu kommen um das Kind zu finden. Wie der Produzent in einer
der Nachfilm Gespräche erklärt das Musik ist weitgehend "Country
and Western" das diese Art von Musik hat unter ein Teil der
Ureinwohner ihre ursprünglicher Musik ersetzt. Trotz die Erklärung
fand ich es eine Schade nicht mehr "ursprüngliche" Musik
der Ureinwohner zu hören, aber ein Film die schafft ein spannende
Atmosphäre und für Musik Interessierten lohnt sich die Stunde aufzubringen.
Walking on Water
Ausgezeichnet mit der Siegessäule (Leserpreis)
Auch ein australischer Film - der behandelt
ein wichtige Thema - "geholfene Sterben" was auch "Sterben
mit Würde" genannt ist - und die Art und Weise wie die Überlebenden
mit dem Tod herumgehen. Ein gutes Film die erinnert daran das wenn
junge Leute früh sterben, die haben häufig ihre Leben mit Freude
gelebt wie sie es wollten.
Molitiva Za Hetmann Mazepa
Ich habe beinah eine Kulturuberdosis
bekommen durch diese Film. Einer der am schwierigsten Film die ich
je versucht habe zu verstehen was der Regisseur wollte. Es war mir
ein Trost das massenhaft Leute sind vor mir gefluchtet, aber nach
75 Minuten, bin ich auch gegangen - mit Menschen die keine sprachliche
Probleme hatte da sie Russisch verstehen. Von "guten Quellen"
hörte ich nachher das die Ukrainische Behörden die das Geld für
den Film - zu feiern der echt Hetmann Mazepa, der von 300 Jahre
ein kurzlebige Ukrainische Unabhängigkeit proklamiert hat - gab,
waren auch sehr schockiert.
"Gestempelt" von bestimmte
Quellen als mit einem homosexuelle Thema, ich halte es eh für homophobisch.
Es fängt an mit dem Sodomisierung eines Leiche - was das für Gläubige
Christen tun wird ist kaum vorzustellen - und in der Presseinfo
ist Tolstoi zitiert. Er listet unter die Schrecken der russische
Geschichte unter Peter I, Verbrennungen, Begrabungen der Lebenden,
und Homosexualität.
DOKFILME
All about my father (Alles über
mein Vater)
Ausgezeichnet mit dem Teddy für Best
Dokfilm, eine beunruhigende und bewegende Film über Verantwortung
und Identität. Mit sein Sohn als Regisseur - und damit eine ohne
Abstand zu den Probleme - diese Film zeigt das Kampf um Verständnis
einen Arzt in einen norwegische religiös-engstirnig Kleinstadt.
Wieso Verständnis ? Der Arzt, Esben Benestad, spurt die Notwendigkeit
als Esther Pirelli sich zu verkleiden und herumlaufen. Die Auswirkungen
auf und in die Familie kann vorgestellt werden. Die schwierige Beziehungen
in die Familie, besonders den Vater - Regisseur-Sohn werden deutlich.
Der Kampf um Verständnis, nicht nur für sich - muss weitergehen.
Im Toten Winkel - Hitlers Secretärin
Der Title ist den Inhalt. Es geht um
wie Menschen reagieren und was sie tun unter bestimmte politische
Bedingungen. Frau Traudle war die Sekretärin von Hitler für drei
Jahre, und nachher fand es schwierig sich zu verzeihen für ihre
Naivität.
Kriegerin des Lichtes
Der neueste Film von Monika Treut, stellt
das Leben und Kampf der Prise gekrönte Künstlerin und Menschenrechtsarbeiterin
Yvonne de Mello, die Jahre lang hat versucht Kinder aus den Slums
von Rio de Janeiro aus dem Teufelskreis der Armut und mangelnde
Bilde auszubrechen. Ms de Mello bekam den Anstoss dagegen "etwas
zu tun" durch die Ermordung von Strassenkinder durch die Militärische
Polizei. Ein Film die zeigt die Notwendigkeit etwas zu unternehmen,
aber auch das Ausmass des Problems.
Jang Aur Aman (War and Peace)
Kein Film basiert auf ein Tolstoi Roman,
aber ein sehr lange Dokfilm, die fällt leicht in zwei oder vier
Abschnitte. Ausgehend von den Prinzipien von Ghandi, es handelt
die Problematik der Indien-Pakistan Konflikt und Versuche die Kluft
zu überbrücken durch Friedens-Aktivitäten und Erziehung. Es handelt
nicht nur den A-Bombe Bedrohung, aber auch der des Atomkraftwerke,
und die gesundheitliche Schaden der Urangewinnung.
Das Abwurf der atomische Bomben auf
Japan wird bloß gestellt, und am Ende wird ein Bezug auf Sept. 11.
gezogen, sowie die Frage der Verflechtung des Friedens und die Ausbeutung
des Drittenwelts. Lang, aber sehenswürdig für die die politische
interessiert sind.
Friends in High Places (Freunde in der oberen Gesellschaft)
Mitglieder einer religiösen Tradition
in Myanmar habe scheinbar gute Beziehungen zu den Göttern oder Spiritwelten.
"Nats" sind übernatürliche Wesen, die die theatralischen
Fähigkeiten von bestimmten Leuten, vielen Homosexuellen, als Medien.
Interessant, aber viel zu lang und sich dauernd wiederholend.
The Laramie Project
Genau gesagt, kein Dokfilm, eher ein
"Zwitter", - ein "gespielter" Dokfilm. Moises
Kaufman und seine Theatrgruppe machten sich auf den Weg nach Laramie,
Wyoming (USA) zu der Stadt, in der zwei anscheinend durchschnittliche
Jugendliche einen schwulen 20jährige Studenten - Matt Shepard gequält
und dann zum sterben liegen gelassen habe. Die Mitglieder des Theaters
haben 18 Monaten lang über zwei hundert Burger dieser Stadt interviewt.
Das Endprodukt zeigt auch ein Verhältnis
zur Frage von Verantwortung - wer hat diese beiden jungen Männer
mit solchem Hass erfüllt, das sie zu Bestien geworden sind - die
Familie, die Schule die Gesellschaft ? Ausgezeichnet mit dem Polarbären
durch das International Lesbian and Gay Cultural Network.
Los Ninos de Rusia (Die Kinder Russlands)
Während des Spanischen Bürgerkrieges
sind Kinder aus Familien, die die Republik unterstützten, in die
UdSSR evakuiert worden. Der Film erzählt das Leid und die Freude,
die Probleme und Gefahren nach ihrer Ankunft - und insbesondere
nach dem Überfall der Deutschen auf die UdSSR. Ihre zweite Evakuierung
von Moskau und Stalingrad per Zug nach Osten - und die Geschichte
geht nach dem Untergang des Faschismus (außerhalb Spaniens) nach
1945 weiter. Es wird von ihrer Rückkehr nach Spanien erzählt, von
den Schwierigkeiten, sich dort anzupassen, und ihren Gefühlen gegenüber
die russische Bevölkerung. Der Regisseur schafft es, eine gute
Balance zwischen Kritik und Dankbarkeit gegenüber die UdSSR zu zeigen.
Ruth & Connie
Ein warmherzige Blick auf das Leben
von zwei jüdischen Lesben aus New York, die sich nach 15 Jahre Bekanntschaft
in ihrer Arbeit als Muttern und Kämpfer für soziale Einrichtungen,
ineinander verlieben - und nach Problemen eine Partnerschaft eingingen.
Der Kampf gegen Ignoranz und Verachtung musste jetzt auch in ihre
Familien stattfinden.
Vor zwei Jahren habe sie ihr 25jähriges
Jubiläum gefeiert, und sind immer noch aktiv in Selbsthilfe-Gruppen,
und SAGE. Ein inspirierender Film über zwei sehr menschliche Frauen.
Demnächst bringen wir ein Interview mit ihnen.
Aus der Reihe Steps for the future
- zwei (Wa 'N Wina und Looking for Busi) in Südafrika
gedrehte Dokfilme zeigen die echt Schwierigkeiten für AIDS-Patienten
dort und die Verantwortung eine junge HIV-infizierte Mutter zu sein.
Tunten lügen nicht
Rosa von Praunheims neuester blick auf
Aspekte der schwulen Welt zeigt die vier Tunten Entertainer Ichgola
Androgyn, Bev Stroganov, Tima die Göttliche, und die gern-gewordener
MdB, Ovo Maltine. Die Lebenswege, Abenteuer, Kämpfe und persönlich
Ansichten werden von den vieren in offener und erfrischende Weise
erzählt. Unterhaltsam und empfehlenswürdig.
Venus Boyz
In diesem Fall geht es nicht um Drang-Queens
sondern um Drag-Kings. Es ist eine Reise in Welten in denen Frauen
zu Männern werden, manchmal für eine Nacht manchmal fürs Leben.
Dabei werden männlichen Erotik und Machstrategien parodiert. Ein
Film der auch Männer zum Nachdenken bringen sollte.
KURZFILME
Eine Auswahl einiger der auffälligeren und interessanteren gezeigten
Kurzfilme.
Celebration; bekam einen Teddy für den besten Kurzfilm.
Ein Junge feiert, dass er sich als "Homosexueller" entdeckt
hat. Köstlich in der Durchsetzung ein einfachen Idee.
The Birthday basiert auf einem wahren Ereignis im Westen
Irlands. Eine Mutter wird 70, hat ihr ganzes Leben auf einer kleinen
Inseln verbracht, weil sie Angst vor Booten hat. Ihr Sohn bringt
sie dazu, sie bei Ebbe per Traktor aufs Festland zu bringen….
Glaadiator; nur neun Minuten und kein Animationsfilm, dies
ist ein sehr lustiger Film mit politischem Inhalt. Auf seinem Sterbebett
bereut ein römischer Kaiser seine Homophobie und befiehlt alles
Rückgängig zu machen. Rom wird ein sicherer Hafen für Homosexuellen.
Aber ... Man hat uns einen Spielfilm vom Regisseur Luka Pecel versprochen.
Wenn er wie dieser wird, wird es ein Knülle.
Taking the wheel. Ein sehr lustiger Film, der das Problem
von Altwerden behandelt, und die Probleme, aktiv und "selbstbestimmend"
zu sein.
Auch dabei:
El sueno de Ibiza - Fast
keine Aktion - nur Interaktion zwischen den Haupt-charakteren. Francisca
- wieder geht es um Verantwortung für sich und andere. Ein Flüchtling
aus der DDR wird von den Mexikanische Geheimdienste erpresst. Er
soll über eine Gruppe Studenten, die gegen Armut und Korruption
kämpfen, berichten. Er verliebt sich in eine aus der Gruppe...
Hen Zi - geschrieben als ein lesbischer Film aus
China, nach 20 Minuten vier Meter hoch monoton-redende "Talking
Heads" in Mandarin/Chinese und einer inadäquaten Übersetzung
(Teile von Sätze verdoppelt etc.) war meine Geduld hinüber und ich
danach. Shanghai Panic - wenn Sie junge, schlanke, attraktive,
oft halbnackte asiatische Männer, die nicht wissen, ob sie Fisch
oder Fleisch sind, und sich wiederholende Bilder von Shanghai durch
eine verregnete Autowindscheibe mögen - dann werden Sie diesen Film
genießen. Es schien, als ob er das Thema AIDS behandeln wollte,
seinen Weg verlor, einen Schuss Homophobie durch "Internet
Pädophilie" dazu gab - vielleicht um die Zensur glücklich zu
machen.
Colin de la Motte-Sherman
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